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  • Mario Schmidt

Was sind Mini-Futures?

Aktualisiert: 30. Juni 2021

Mini-Futures gehören zur Gruppe der Hebelprodukte. Ihnen liegt ein börsengehandelter Basis­wert zugrunde. Dieser wird 1:1 abgebildet.


Bei Mini-Futures profitieren Anleger von einer Hebelwirkung – das bedeutet, sie parti­zipie­ren über­pro­portional an der Kurs­ent­wick­lung des Basis­wertes. Der Kapital­einsatz für den Anleger ist deut­lich geringer als beim Direkt­einstieg in den börsengehandelten Basis­wert.


Neben dem Hebel gehört ein Wertpapier­kredit zur Grund­aus­stattung eines Mini-Futures. Käufer investieren in den Basis­wert, ohne den voll­ständigen Preis für etwa eine Aktie zu zahlen. Die Differenz zwischen dem Basiswertpreis und dem Basis­wert übernimmt der Emittent, zum Beispiel Vontobel oder Société Générale. Der Emittent lässt sich seinen „Kredit“ allerdings vom Käufer des Mini-Futures ver­zinsen. Der Kaufpreis eines Basis­wertes wird also, ent­sprechend der vorgegebenen Bedingungen, zwischen dem Emittenten und dem Mini-Futures-Käufer auf­geteilt.


Mit einem Mini-Futures Long gehen Sie eine Wette auf eine positive Kurs­entwick­lung ein, ein Mini-Futures Short hingegen setzt auf fallende Börsen­notie­rungen.


Mini-Futures weisen – entsprechend ihres Namens – Ähnlichkeiten mit Optionen oder Options­scheinen und Futures auf. Anders als diese beiden Produkte sind Mini-Futures allerdings nicht laufzeit­begrenzt und gehören zu den Endlos­papieren. Ein weiteres wichtiges Unter­schei­dungs­merkmal zwischen Options­scheinen und Mini-Futures ist das Kriterium der Vola­tilität. Diese spielt bei dem Hebelprodukt keine Rolle.


Mini-Futures sind mit einer Stop-Loss-Marke versehen, die vom Emittenten über die Laufzeit des Produktes kontinuierlich angepasst wird. Touchiert der Kurs des Underlyings die Stop-Loss-Marke, wird der Mini-Future ein­gestellt und verfällt.


WIE FUNKTIONIEREN MINI-FUTURES?

Da Anleger mit Mini-Futures sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen können, muss zwischen einem Mini-Future Long (Wette auf steigende Kurse) und einem Mini-Future Short (Wette auf fallende Kurse) unterschieden werden. Dabei vollzieht das Mini-Future die Entwicklung des Basiswertes exakt nach, ermöglicht aber dank Hebeleffekt eine prozentual deutlich höhere Gewinnpartizipation, zeitgleich aber auch ein überproportionales Verlustrisiko.


Mini-Futures sind leicht verständliche Finanzprodukte mit einer trans­parenten Preis­bildung. Anleger, die in Mini-Futures investieren, können mit vergleichsweise geringem Kapital­einsatz größere Summen bewegen. Mit einem Mini-Future wird die Kurs­ent­wicklung des Basiswertes 1:1 nachvollzogen, was sie zu leicht verständlichen Produkten macht. Durch den Hebel profitieren Anleger überproportional von der Kursentwicklung des underlying Basiswertes und können so mit vergleichsweise geringem Einsatz große Gewinne erzielen. Ein eingebauter Stop-Loss reduziert die Anlegerverluste. Der große Vorteil von Mini-Futures im Vergleich zum Direkt­investment in den Basiswert an der Börse: Anleger können sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen und damit auch in rauen Börsenzeiten gute Gewinne einfahren.

Neben spekulativen Zwecken sind Mini-Futures auch ideal dafür geeignet, das eigene Depot – mit einem Mini-Future Short – gegen sinkende Kurse abzusichern.